... Herbert & Kohlmeyer

ist ein Unternehmen, das auf der Basis gemeinsamer zeitloser Werte zukunftsorientiert arbeitet.

Zu unseren grundlegenden Werten gehören das Vertrauen in den Menschen, Zielstrebigkeit und Offenheit gegenüber neuen Sichtweisen. Im Mittelpunkt unserer Tätigkeit steht, dem Kunden in seinen Bedürfnissen zu folgen und nicht einem theoretischen Handbuch.

Diese Präambel unserer Philosophie hat Herbert & Kohlmeyer nunmehr sechs Jahre lang charakterisiert. Als wir diese Prinzipien formulierten, mußten wir unsere Kunden geradezu überzeugen, den Rat eines Anwalts einzuholen oder einen Fachmann für Steuerfragen zu konsultieren, denn diese Positionen galten im Sinne von Kosteneinsparung als entbehrlich. Inzwischen ist es darüber hinaus eine Selbstverständlichkeit, zum Kauf der Traumwohnung auch noch den Rat eines Innenarchitekten einzuholen, wenn das nützlich erscheint. Es galt dem einen oder anderen Verkäufer und oft vor allem dessen Bank als naiv, daß wir von unseren Kunden weder einen unterschriebenen Objektnachweis verlangen noch eine sogenannte "Reservierungsgebühr". Heute gereicht uns dies zur Ehre, und das Vertrauen, das wir in unsere Partner setzen, wird uns ebenso entgegengebracht. Aus Partnern werden Freunde. Dafür möchten wir an dieser Stelle danken.

Berlin hat sich verändert. Vor sechs Jahren formulierten wir: "Berlin ist eine Lüge, die langsam wahr wird", ein Konglomerat von Dörfern, das gern Metropole sein möchte. Inzwischen hat Berlin viel erreicht und ist dennoch "arm, aber sexy" geblieben. Kann eine Stadt Metropole sein und dennoch an ihrer dörflichen Struktur, ihrem Kiezwesen festhalten? Für die meisten Städte kann man diese Frage klar verneinen. Berlin ist eine Ausnahme. Weil die Stadt einen jeden mit offenen Armen empfängt und dafür nur wenig verlangt (deshalb ist sie arm), bloß ein wenig jener Liebe, die sie so großzügig verströmt, und Verständnis für ihre Fehler (das macht sie sexy).

Auch der Prenzlauer Berg hat sich verändert. Stellenweise kommt man nicht darum herum festzustellen, daß eine gewisse Form von Reihenhauskultur an Boden gewinnt. Noch vor drei, vier Jahren wäre man für die bloße Behauptung, es gäbe eine solche, mit Dinkelkörnern und Tofuwürsten beworfen worden. Heute müssen die Prenzlberger Lifestyle-Pioniere von einst der bitteren Wahrheit ins Gesicht sehen: Demnächst werden zwischen Kollwitzstraße und Kastanienallee mehr Geranien gegossen werden, als während der zweiten Amtsperiode von George W. Bush Peace-Fahnen aus den Fenstern hingen.

Die Zeiten, als die Spuren des Zweiten Weltkriegs auf den Jahrhundertwende-Fassaden noch zur Romantisierung des Ostens beitrugen, wie auch Außentoiletten, Kohlenöfen, bröckelnde Balkone und zugige Fenster, sind endgültig vorbei, die Kneipe "Alte Kommandantur" ist Geschichte. Manche beklagen diese Veränderung als "Verlust von Freiräumen" - wer diese legendäre Institution "Alte Kommandantur" am Wasserturm erinnert, wird das verstehen können. Doch muß die Frage erlaubt sein, in welcher Stadt, in welchem Bezirk es denn mehr Freiräume gibt und geben kann als im Prenzlauer Berg, in Mitte, Kreuzberg oder Friedrichshain, kurz gesagt, als eben in Berlin.

Gerade weil es diese Freiräume hier mehr als anderswo gibt, gerade weil Berlin eine Ausnahmestadt ist, sind wir der festen Überzeugung, daß alle Veränderung am Ende etwas hervorbringen wird, das gut ist und Berlin. Hier ist der Boden, auf dem Neues wächst. Es liegt an uns, an jedem Einzelnen, etwas daraus zu machen. Für Herbert & Kohlmeyer bedeutet dies, mehr denn je offen zu sein für neue Ideen und Sichtweisen. Es bedeutet auch, Farbe zu bekennen und mehr denn je für unsere Überzeugungen einzutreten. Wir lieben Berlin, und wir lieben unseren Kiez. Das ist die Grundlage, auf der Sie uns begegnen können.

Herbert & Kohlmeyer,

April 2009